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Uhr fotografieren für die Bewertung: Fünf Aufnahmen genügen

Uhrenkontor Redaktion · · Aktualisiert · 6 Min. Lesezeit

Für eine Bewertung aus der Ferne genügen fünf Fotos vom Smartphone: Zifferblatt frontal, Gehäuse seitlich, Gehäuseboden, Schliesse mit Band sowie Papiere und Box. Fotografieren Sie bei Tageslicht neben einem Fenster, ohne Blitz, Filter und Zoom. Zeigen Sie Kratzer und Gravuren offen, denn das Angebot gilt für die Uhr, die bei der Übergabe auf dem Tisch liegt.

Eine gute Bewertung beginnt mit guten Fotos. Sie müssen kein Fotograf sein; ein aktuelles Smartphone und Tageslicht reichen. Entscheidend ist, dass die Händler sehen, was sie sehen müssen.

Warum entscheiden die Fotos über das Angebot?

Händler geben ihr Gebot ab, bevor sie die Uhr in der Hand halten. Sie stützen sich auf die Angaben im Formular und auf die Fotos. Unscharfe Bilder oder fehlende Ansichten lassen Fragen offen, und offene Fragen führen zu vorsichtigeren Geboten.

Fotos ersetzen die Prüfung nicht. Echtheit, Werk und Nummern werden bei der Übergabe kontrolliert. Worauf Händler dabei achten, erklärt der Ratgeber Echtheit einer Luxusuhr prüfen.

Welche fünf Aufnahmen braucht der Händler?

  1. Zifferblatt frontal. Uhr flach hinlegen, von oben fotografieren, Zeiger auf etwa 10:10 stellen, damit Logo und Datum frei bleiben.
  2. Gehäuse seitlich. Zeigt Politurspuren, Kanten und die Krone. Beide Seiten, wenn möglich.
  3. Gehäuseboden. Hier sitzen Gravuren, Seriennummern und bei Saphirböden das Werk.
  4. Schliesse und Band. Die Schliesse zeigt Gebrauchsspuren am deutlichsten; bei Lederbändern auch die Innenseite fotografieren.
  5. Papiere und Box. Garantiekarte lesbar, Box geöffnet, Zubehör daneben.

Wischen Sie Fingerabdrücke und Staub vorher mit einem trockenen Mikrofasertuch ab. Polieren Sie die Uhr nicht: Abgetragenes Metall lässt sich nicht ersetzen.

Welche Zusatzaufnahmen helfen?

Im Verkaufsformular haben bis zu 12 Fotos in JPG, PNG, HEIC oder WebP Platz. In diesen Fällen lohnt sich ein weiteres Bild:

Situation Zusätzliche Aufnahme Was der Händler daran erkennt
Persönliche Gravur Boden frontal, dazu schräg im Streiflicht Inhalt und Tiefe der Gravur
Kratzer, Dellen, Sprung im Glas Nahaufnahme der Stelle Art und Ausmass des Schadens
Gehäuse mit Fasen (abgeschrägten Kanten) Schräg von oben auf die Bandanstösse (die Hörner, an denen das Band sitzt) Ob die Kanten noch scharf oder überpoliert sind
Älteres Gliederband Uhr am Gehäuse halten, Band seitlich hängen lassen Ob sich das Band gelängt hat
Kauf- oder Servicebeleg Beleg flach und lesbar Herkunft, Datum, letzter Service

Was die Fotos nicht zeigen, etwa ersetzte Teile, gehört ins Feld «Bemerkungen». Wie Sie eine Gravur angeben, erklärt der Ratgeber Uhr mit Gravur verkaufen; was bei Schäden zählt, steht unter Defekte Luxusuhr verkaufen oder reparieren.

Welches Licht und welcher Hintergrund eignen sich?

Stellen Sie sich neben ein Fenster, nicht davor. Direktes Sonnenlicht erzeugt harte Reflexe auf Glas und poliertem Stahl; bedeckter Himmel ist ideal. Ein weisses Blatt Papier oder ein helles Tuch als Unterlage genügt. Blitz ausschalten.

Schalten Sie auch die Lampen im Raum aus, denn Mischlicht verfälscht die Zifferblattfarbe. Spiegelt sich das Handy im Glas, halten Sie es minimal schräg.

Wie werden die Fotos scharf?

Halten Sie das Handy ruhig, tippen Sie zum Fokussieren auf das Zifferblatt und lassen Sie etwas Abstand; der Zoom verschlechtert die Qualität. Wenn Ihr Gerät einen Makro-Modus hat, nutzen Sie ihn für Gravuren.

Auf unterstützten iPhone-Modellen wechselt die Kamera laut Apple automatisch in den Makromodus, wenn Sie nahe herangehen, bis auf etwa 2 Zentimeter. Prüfen Sie jede Aufnahme vergrössert: Schrift, Gravur und Nummern müssen lesbar sein.

Was sollten Sie nicht retuschieren?

Filter, Weichzeichner und Farbkorrekturen verzerren den Eindruck. Kratzer, die auf dem Foto nicht zu sehen sind, fallen bei der Übergabe auf, und dann muss das Angebot angepasst werden. Zeigen Sie die Uhr, wie sie ist. Das spart allen Zeit.

Verwenden Sie nur aktuelle Fotos Ihrer eigenen Uhr, keine Katalogbilder und keine Aufnahmen vom Kauf vor Jahren.

Was gehört nicht aufs Foto?

Bei Uhrenkontor erhalten die Partnerhändler Uhrendaten und Fotos, nie Ihre Kontaktdaten. Was auf einem Foto steht, sehen sie aber mit. Decken Sie auf Belegen deshalb Name und Adresse ab; Seriennummer, Referenz und Datum sollten lesbar bleiben. Briefe oder Ausweise im Hintergrund gehören nicht aufs Bild.

Ist die Ortung für die Kamera eingeschaltet, speichert das Smartphone ausserdem den Aufnahmeort im Foto, bei Aufnahmen zuhause also, wo Sie wohnen. Apple erklärt, wie Sie diese Angabe entfernen, bevor Sie Fotos weitergeben.

Lohnt sich ein Video?

Ein kurzes Video, in dem Sie die Uhr langsam im Licht drehen, zeigt Zustand und Zifferblatt-Farbe besser als jedes Foto. Zehn bis zwanzig Sekunden reichen. Bei Uhrenkontor können Sie im Formular ein Video anhängen.

Möglich ist ein Video im Format MP4 oder MOV bis 50 MB. Nehmen Sie es in HD statt in 4K auf, denn höhere Auflösungen ergeben laut Apple grössere Dateien. Läuft die Uhr, zeigt das Video auch den Sekundenzeiger in Bewegung.

Fazit

Fünf klare Aufnahmen bei Tageslicht, unretuschiert: Damit können über 25 Händler Ihre Uhr verlässlich bewerten, und Sie erhalten ein Angebot, das bei der Übergabe auch hält.

Quellen: Apple, iPhone-Benutzerhandbuch: Makrofotos und -videos aufnehmen und Video mit der Kamera aufnehmen; Apple, Handbuch zur persönlichen Sicherheit: Standortmetadaten in der App «Fotos» verwalten. Abgerufen am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos brauche ich für die Bewertung einer Uhr?

Fünf Aufnahmen genügen: Zifferblatt, Gehäuse seitlich, Gehäuseboden, Schliesse mit Band sowie Papiere und Box. Weitere Fotos helfen, wenn die Uhr eine Gravur, Schäden oder Zusatzteile hat. Im Formular von Uhrenkontor können Sie bis zu 12 Fotos und ein Video hochladen. Wichtiger als die Zahl ist, dass jede Aufnahme scharf und unretuschiert ist.

Reicht ein Smartphone für die Fotos?

Ja, ein aktuelles Smartphone reicht. Entscheidend sind Tageslicht, eine ruhige Hand und etwas Abstand statt Zoom. Für Gravuren und kleine Nummern hilft ein Makromodus, den viele neuere Geräte haben. Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera ist nicht nötig; wichtiger ist, jede Aufnahme vergrössert zu prüfen.

Soll ich Kratzer und Mängel auf den Fotos zeigen?

Ja, zeigen Sie Kratzer, Dellen und Gebrauchsspuren offen. Das Angebot gilt unter dem Vorbehalt, dass Zustand, Echtheit und Lieferumfang der Beschreibung entsprechen. Was auf den Fotos fehlt, fällt bei der Prüfung an der Übergabe auf, und dann muss das Angebot angepasst werden. Ehrliche Fotos sind der sicherste Weg zu einem Angebot, das hält.

Darf ich Name und Adresse auf Belegen abdecken?

Ja. Auf Kaufbelegen und Servicequittungen dürfen Sie Name und Adresse abdecken, bevor Sie sie fotografieren. Seriennummer, Referenz und Datum sollten lesbar bleiben, denn sie belegen Herkunft und Alter der Uhr. Achten Sie auch auf den Bildhintergrund: Briefe, Ausweise oder Ihr Spiegelbild im Glas gehören nicht aufs Foto.

Was, wenn ich gerade keine Fotos machen kann?

Dann geben Sie das im Formular an, etwa wenn die Uhr im Schliessfach liegt oder Sie sie erst abholen. Die Anfrage lässt sich trotzdem absenden. Für ein verbindliches Angebot braucht es die Fotos aber später noch, denn ohne Bilder können die Händler Zustand und Ausführung der Uhr nicht beurteilen.

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