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Echtheit einer Luxusuhr prüfen: Worauf Händler achten

Uhrenkontor Redaktion · 22. Juli 2025 · 1 Min. Lesezeit

Gewicht, Gravuren, Sekundenzeiger, Lupe, Werk: Die Merkmale, an denen Fachleute Fälschungen erkennen, und warum die Prüfung bei der Übergabe niemanden benachteiligt.

Fälschungen sind besser geworden. Was früher am Gewicht oder an einem stotternden Sekundenzeiger auffiel, verlangt heute geübte Augen und manchmal das Öffnen des Gehäuses. Das ist der Grund, weshalb seriöse Ankäufer jede Uhr vor der Zahlung prüfen. Dieser Beitrag erklärt, worauf dabei geachtet wird.

Erste Prüfung ohne Werkzeug

  • Gewicht und Haptik. Originale aus Stahl, Gold oder Platin haben ein charakteristisches Gewicht. Leichte Uhren mit dicken Gehäusen fallen auf.
  • Verarbeitung. Saubere Kanten, gleichmässige Polituren, exakt sitzende Indizes und Zeiger. Unter der Lupe zeigen sich Klebereste, unsaubere Druckschriften oder schiefe Leuchtmasse.
  • Datum und Lupe. Bei Rolex vergrössert die Zyklopenlupe das Datum etwa 2,5-fach; bei Fälschungen ist die Vergrösserung oft schwächer.
  • Krone und Gravuren. Logos auf Krone, Schliesse und Gehäuseboden müssen scharf und tief sein.

Zweite Prüfung: Nummern und Papiere

Seriennummer und Referenz sitzen je nach Marke zwischen den Bandanstössen, auf dem Rehaut oder auf dem Gehäuseboden. Sie müssen zur Garantiekarte passen. Karten selbst werden ebenfalls gefälscht, deshalb ist die Kombination aus Uhr, Nummer und Dokument entscheidend, nie ein Element allein.

Dritte Prüfung: das Werk

Bei vielen Modellen öffnet der Fachmann den Gehäuseboden. Manufakturkaliber sind unverwechselbar: Finissierung, Gravuren, Rotor, Feinregulierung. Ein falsches Werk in einem echten Gehäuse, etwa nach einer Reparatur mit Fremdteilen, ist keine Fälschung im engeren Sinn, mindert den Wert aber deutlich.

Sonderfall «Frankenwatch»

So nennen Sammler Uhren, die aus Teilen verschiedener Exemplare zusammengesetzt wurden: echtes Gehäuse, echtes Werk, aber nicht zusammengehörig, dazu ein ausgetauschtes Zifferblatt. Bei Vintage-Modellen ist das häufig. Die Prüfung vergleicht deshalb Produktionsjahre der Komponenten.

Was das für Verkäufer bedeutet

Die Prüfung bei der Übergabe schützt Sie genauso wie den Käufer. Wer eine echte Uhr verkauft, hat nichts zu befürchten: Entspricht die Uhr den Angaben, bleibt das Angebot unverändert. Bei Uhrenkontor steht das ausdrücklich im Angebot.

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