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Omega Seamaster: Diver 300M, Aqua Terra und Planet Ocean im Zweitmarkt

Uhrenkontor Redaktion · · Aktualisiert · 7 Min. Lesezeit

Omega-Seamaster-Diver-300M

Die Omega Seamaster ist keine einzelne Uhr, sondern eine Familie, die Omega seit 1948 baut. Auf dem Zweitmarkt zählen vor allem vier Linien: die Diver 300M, die Aqua Terra, die Planet Ocean und die Seamaster 300. Für ein Gebot entscheiden Linie, Referenz und Generation, dazu der Zustand von Lünette und Band sowie Garantiekarte und Lieferumfang.

Die Omega Seamaster reicht von der Taucheruhr über die Alltagsuhr bis zur Vintage-Neuauflage. Welche Linie Sie besitzen, ist beim Verkauf wichtig, denn die Nachfrage unterscheidet sich.

Welche Seamaster-Linie haben Sie?

Zifferblatt, Lünette und Wasserdichtheit verraten die Linie auf den ersten Blick. Die Tabelle stützt sich auf Angaben von Omega und der Fachpresse (Quellen unten).

Linie Seit Wasserdicht bis Erkennungsmerkmale Aktuelle Generation
Diver 300M 1993 300 m Wellenmuster im Zifferblatt, Heliumventil, Taucherlünette seit 2018, 42 mm, Kaliber 8800
Aqua Terra 150M 2002 150 m keine Drehlünette, «Teak»-Streifen (seit 2008), Datum bei 6 Uhr (seit 2017) seit 2017, 38 mm (Kaliber 8800) und 41 mm (Kaliber 8900)
Planet Ocean 600M 2005 600 m glattes Zifferblatt mit arabischen Ziffern, Orange als Kennfarbe seit November 2025, 42 mm, Kaliber 8912
Seamaster 300 1957 (Original) 300 m Vintage-Stil, kein Datum, vertiefte Indizes seit 2021, 41 mm, Kaliber 8912

Die genannten Kaliber sind alle als Master Chronometer zertifiziert. Wichtige Referenzen, auch älterer Generationen, stehen auf den Modellseiten zu Seamaster, Aqua Terra und Planet Ocean.

Was macht die Diver 300M aus?

Die Diver 300M ist die Taucheruhr mit gewelltem Zifferblatt, gebaut seit 1993. Die aktuelle Generation von 2018 hat ein poliertes Keramikzifferblatt mit lasergravierten Wellen und das Kaliber 8800 (Master Chronometer). Erkennbar ist sie auch am Datum bei 6 Uhr, das früher bei 3 Uhr stand, und am Glasboden.

Klassiker sind Blau und Schwarz, dazu kommen Sondermodelle wie die «007»-Editionen: Seit «GoldenEye» von 1995 trägt James Bond im Film eine Seamaster. Auf dem Zweitmarkt wird die Diver 300M häufig gehandelt und gilt als gut verkäuflich.

Was zeichnet die Aqua Terra aus?

Die Omega Aqua Terra ist die Alltagsuhr der Familie, mit «Teakdeck»-Zifferblatt, in 38 und 41 mm, mit Kaliber 8800 oder 8900. Elegant genug fürs Büro, robust genug fürs Wochenende. Als gefragt gelten vor allem die Ausführungen in Stahl mit blauem, silbernem oder grünem Zifferblatt.

Omega führte die Aqua Terra 2002 ein, zunächst mit glattem Zifferblatt; die Streifen kamen erst 2008. Seit 2017 verlaufen sie waagrecht statt senkrecht, und das Datum steht bei 6 statt bei 3 Uhr.

Was hat sich bei der Planet Ocean geändert?

Die Omega Planet Ocean kam 2005 als Profi-Taucheruhr auf den Markt. Sie ist bis 600 m wasserdicht und trug 20 Jahre lang ein Heliumventil. Die dritte Generation war deutlich dicker als die Diver 300M: Ihre Standardmodelle sind 16,1 mm hoch, die aktuelle Diver 300M 13,56 mm. Beliebt ist die Planet Ocean bei Käufern, die eine markante Uhr suchen; häufig angeboten werden Modelle der dritten Generation mit Master-Chronometer-Kaliber (ab 2016) in 39,5 mm und 43,5 mm.

Im November 2025 stellte Omega die vierte Generation vor. Sie ist wie das Original von 2005 wieder 42 mm gross und damit so gross wie die Diver 300M. Mit 13,79 mm ist sie deutlich flacher als die dritte Generation. Dazu kommen ein verschraubter Titanboden und das Kaliber 8912; das Heliumventil entfällt. Händler bewerten die Generationen getrennt.

Was ist die Seamaster 300?

Die Seamaster 300 ist die Vintage-inspirierte Taucheruhr ohne Datum. Ihr Vorbild ist die erste Seamaster 300 von 1957, gebaut für Taucher und Berufsleute unter Wasser. Seit 2021 gibt es sie in neuer Generation mit Sandwich-Zifferblatt, bei dem Indizes und Ziffern aus einer Platte über der Leuchtschicht ausgeschnitten sind. Die Stahlmodelle tragen eine eloxierte Aluminiumlünette und das Kaliber 8912.

Bei Sammlern gilt sie als beliebt, der Markt für sie ist aber kleiner.

Was bedeutet Master Chronometer?

Seit 2015 lässt Omega Uhren nach Tests prüfen, die das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS zugelassen hat; die Globemaster bestand sie als erste Uhr. Heute durchlaufen fast alle mechanischen Omega-Uhren diese Prüfung. Zuerst wird das Werk als Chronometer zertifiziert, danach muss die fertige Uhr in zehn Tagen acht Tests bestehen: unter anderem eine Gangabweichung von 0 bis +5 Sekunden pro Tag (je nach Kaliber bis +7), Magnetfelder bis 15'000 Gauss, Gangreserve und Wasserdichtheit.

Für Käufer ist das ein Qualitätsmerkmal. Mit der Karte lassen sich die Prüfergebnisse der einzelnen Uhr online oder per iPhone-Scan abrufen; legen Sie sie beim Verkauf bei.

Worauf achten Käufer bei einer gebrauchten Seamaster?

  • Garantiekarte mit Kaufdatum: Omega gewährt auf seit dem 1. Juli 2018 gekaufte Uhren fünf Jahre Garantie; eine laufende Garantie ist ein Plus. Die Karte nennt Seriennummer, Referenz, Kaufdatum und Händler.
  • Originalband und Zusatzglieder: Ein gekürztes Band ohne die entfernten Glieder passt dem nächsten Besitzer oft nicht.
  • Zustand von Lünette und Keramik: Chips an der Keramiklünette sind irreparabel, die Einlage lässt sich nur ersetzen.
  • Dichtheit und Service: Omega empfiehlt, die Wasserdichtheit jährlich prüfen zu lassen. Servicebelege schaffen Vertrauen; ein fälliger Service wird eingerechnet.

Wie verkaufen Sie eine Seamaster?

Weil die Seamaster in so vielen Varianten existiert, unterscheiden sich Händlergebote deutlich. Geben Sie im Verkaufsformular deshalb die vollständige Referenz von der Garantiekarte an und fotografieren Sie Zifferblatt, Lünette, Gehäuseboden und Band. Über Uhrenkontor erhalten Sie das beste Gebot von über 25 Händlern, innerhalb von 12 Stunden an Werktagen, als verbindliches Angebot.

Quellen: Omega zur Seamaster-Kollektion, zur Diver 300M, zur Aqua Terra in 41 mm und 38 mm, zur Planet Ocean, zur Seamaster 300, zu James Bond, zur Master-Chronometer-Zertifizierung, zu den Testergebnissen, zu den Schritten eines Komplettservice und in Fragen und Antworten zu Garantie und Service; Swatch Group zur Garantie von fünf Jahren (2. November 2018) und zur vierten Generation der Planet Ocean (19. November 2025); Deployant zur Diver 300M von 2018; The Peak zur Aqua Terra von 2002 und 2017; Professional Watches zur Seamaster 300 von 2021. Abgerufen am 4. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, welche Seamaster ich habe?

Am schnellsten an der Referenz auf der Garantiekarte. Ohne Karte helfen Zifferblatt und Lünette: Wellenmuster und Heliumventil deuten auf eine Diver 300M, Streifen ohne Drehlünette (seit 2008) auf eine Aqua Terra, ein glattes Zifferblatt mit 600 Metern Wasserdichtheit auf eine Planet Ocean und der Vintage-Stil ohne Datum auf eine Seamaster 300.

Was ist der Unterschied zwischen Diver 300M und Planet Ocean?

Die Diver 300M ist bis 300 Meter wasserdicht und trägt das Wellenmuster auf dem Zifferblatt. Die Planet Ocean ist bis 600 Meter wasserdicht und hat ein glattes Zifferblatt mit arabischen Ziffern. Seit der vierten Generation von November 2025 ist sie wie die Diver 300M 42 mm gross, mit 13,79 statt 16,1 mm deutlich flacher als ihre Vorgängerin und ohne Heliumventil.

Was bringt eine laufende Omega-Garantie beim Verkauf?

Sie macht die Uhr für Käufer attraktiver. Omega gewährt auf alle seit dem 1. Juli 2018 gekauften Uhren fünf Jahre internationale Garantie. Voraussetzung ist eine datierte, vollständig ausgefüllte und von einem autorisierten Omega-Händler abgestempelte Garantiekarte. Geben Sie die Karte deshalb beim Verkauf mit und nennen Sie das Kaufdatum im Formular.

Kann ich eine Seamaster ohne Garantiekarte verkaufen?

Ja. Auch ohne Karte und Box erhalten Sie ein Angebot, das Full Set wird aber höher bewertet. Die Händler prüfen dann Seriennummer, Werk und Originalität bei der Übergabe genauer. Kaufbeleg und Servicequittungen helfen als Nachweis. Mehr dazu im Ratgeber Uhr ohne Papiere verkaufen.

Soll ich meine Seamaster vor dem Verkauf revidieren oder polieren lassen?

In der Regel nicht. Omega empfiehlt einen Service alle fünf bis acht Jahre, und Händler rechnen einen fälligen Service selbst ein. Eine Politur trägt Material ab, das schätzen Käufer gebrauchter Uhren selten. Beim Omega-Komplettservice wird das Gehäuse poliert; klären Sie vorher, ob es unpoliert bleiben kann. Mehr im Ratgeber Service vor dem Verkauf.

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