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Audemars Piguet Royal Oak: Referenzen, die Käufer suchen
Uhrenkontor Redaktion · · Aktualisiert · 6 Min. Lesezeit

Die gefragtesten Royal-Oak-Referenzen sind die «Jumbo» 15202 und 16202 mit 39 mm, die Selfwinding-Modelle 15400, 15500 und 15510 mit 41 mm und die Chronographen 26331 und 26240. Die genaue Referenz steht meist auf der Garantiekarte. Käufer achten danach vor allem auf unpolierte Kanten, alle Bandglieder und den Lieferumfang.
Die Royal Oak ist seit 1972 das Gesicht von Audemars Piguet. Gérald Genta entwarf sie laut Hersteller in einer Nacht; nach zwei Jahren Entwicklung wurde sie 1972 an der Basler Uhrenmesse vorgestellt. Ihr achteckiger Lünettenring mit acht Sechskantschrauben und das integrierte Band haben eine ganze Gattung begründet. Auf dem Zweitmarkt ist sie eine der meistgesuchten Uhren überhaupt, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Referenzen.
Welche Royal-Oak-Referenzen gibt es?
| Linie | Referenz | Grösse | Kaliber | Zeitraum |
|---|---|---|---|---|
| Original «Jumbo» | 5402 | 39 mm | 2121 | 1972 bis 2002 verkauft |
| Jumbo Extra-Thin | 15202 | 39 mm | 2121 | 2000 bis 2021 |
| Jumbo Extra-Thin | 16202 | 39 mm | 7121 | seit 2022 |
| Selfwinding | 15300 | 39 mm | 3120 | 2005 bis 2012 |
| Selfwinding | 15400 | 41 mm | 3120 | 2012 bis 2019 |
| Selfwinding | 15500 | 41 mm | 4302 | 2019 bis 2022 |
| Selfwinding | 15510 | 41 mm | 4302 | seit 2022 |
| Selfwinding | 15550 | 37 mm | 5900 | seit 2022 |
| Chronograph | 26331 | 41 mm | 2385 | bis 2022 |
| Chronograph | 26240 | 41 mm | 4401 | in Stahl seit 2022 |
| Offshore | 25721 | 42 mm | 2126/2840 | ab 1993 |
Was unterscheidet die Jumbo 15202 von der 16202?
Die 15202 mit dem Kaliber 2121 war von 2000 bis 2021 die klassische Jumbo in 39 mm. Ab 2012 erhielt sie Zifferblätter nach dem Vorbild von 1972: «Petite Tapisserie», AP-Monogramm bei 6 Uhr, Farbe «Bleu Nuit, Nuage 50»; ältere Exemplare tragen die «Grande Tapisserie». 2022 folgte die 16202 mit dem neuen Kaliber 7121 zum 50-Jahr-Jubiläum. Beide werden in Stahl, Gold und Platin gehandelt; die Stahlversionen mit blauem Zifferblatt sind besonders gefragt.
Der Spitzname «Jumbo» war anfangs ein Insiderbegriff, denn 39 mm waren 1972 überdurchschnittlich gross. Das Kaliber 2121 war damals laut Audemars Piguet mit 3,05 mm das flachste Automatikwerk mit Datum.
Was ändert sich von der Selfwinding 15400 zur 15510?
Die 15400 lief von 2012 bis 2019 mit dem Kaliber 3120, die 15500 bis 2022, seither die 15510. Mit der 15500 kamen das Kaliber 4302 mit 70 Stunden Gangreserve, breitere Indexe und ein weiter aussen liegendes Datumsfenster. Die 15510 übernahm 2022 das überarbeitete, ergonomischere Design der Kollektion.
Alle drei sind Alltagsklassiker; Zustand und Set entscheiden über das Angebot. Bei der 15500 sind blaue und graue Zifferblätter beliebt, bei der 15510 auch die neuen Farben.
Chronograph: 26331 oder 26240?
Der Royal Oak Chronograph in 41 mm (26331 bis 2022, seither 26240 mit Manufakturkaliber 4401) ist die sportliche Wahl und wird vor allem in Stahl gesucht. Die 26331 mit dem Kaliber 2385 hat einen geschlossenen Boden. Die 26240 hat eine Flyback-Funktion, 70 Stunden Gangreserve und zeigt ihr Werk durch einen Saphirboden.
Was ist bei der Royal Oak Offshore anders?
Die Offshore-Linie ist grösser, mit Kautschuk oder Keramik, oft in limitierten Editionen. Die erste Offshore, Referenz 25721, kam 1993 mit 42 mm, entworfen von Emmanuel Gueit. Sie war die erste Royal Oak mit Chronograph und einer der ersten Chronographen, die bis 100 Meter wasserdicht waren; in der Branche hiess sie bald «The Beast». Der Markt ist hier vielfältiger; Sondermodelle und Kooperationen können deutlich über den Standardvarianten liegen. Die einzelnen Referenzen zeigt die Seite Royal Oak Offshore verkaufen.
Wie lesen Sie den Referenzcode?
Eine vollständige Referenz wie 16202ST.OO.1240ST.01 beschreibt die Uhr in fünf Teilen. Händler bewerten nach dem ganzen Code, weil Material und Zifferblatt innerhalb derselben Modellnummer die Nachfrage stark verändern.
| Teil | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Modellnummer | 16202 | Modell und Generation |
| Gehäusematerial | ST | Stahl; OR Roségold, BA Gelbgold, BC Weissgold, PT Platin, TI Titan, SA Stahl und Gelbgold |
| Ausführung | OO | Standardausführung; andere Buchstaben weisen etwa auf Besatz hin |
| Band | 1240ST | Bandreferenz 1240 aus Stahl |
| Zifferblatt | 01 | Zifferblattvariante |
Über das Alter sagen die Gravuren mehr. Bei der 5402ST steht die kleine Royal-Oak-Nummer auf dem Boden, etwa A26; A bis D bezeichnen die Serien. In der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre stellte Audemars Piguet um: Werk- und Gehäusenummern werden seither zufällig vergeben, um Fälschungen zu erschweren.
Worauf achten Käufer bei einer Royal Oak?
- Originalpolitur: Die Kanten der Royal Oak sind empfindlich, Gehäuse und Band wechseln zwischen satinierten und polierten Flächen. Eine unsachgemässe Politur mindert den Wert spürbar.
- Bandglieder: Gekürzte Bänder ohne Glieder sind ein häufiges Problem. Das Band verjüngt sich zur Schliesse hin, schon das erste Band 344 hatte Glieder in 12 Grössen. Einzelne Glieder sind daher nicht beliebig ersetzbar. Alle Glieder aufbewahren und fehlende im Formular angeben.
- Garantiekarte und Box: Bei Modellen ab 2015 fast Voraussetzung. Für Uhren, die seit dem 1. Januar 2017 im offiziellen Handel gekauft wurden, nennt Audemars Piguet fünf Jahre Garantie; eine junge Royal Oak kann also Restgarantie haben. Fehlen die Unterlagen, hilft der Ratgeber Uhr ohne Papiere verkaufen.
- Service: Manufakturservice mit Beleg ist ein Plus, aber kein Muss.
- Zifferblatt: Bei Vintage-Stücken zählt die Originalität; Audemars Piguet dokumentiert selbst 5402-Exemplare, deren Zifferblatt später ersetzt oder überarbeitet wurde. Geben Sie an, ob das Zifferblatt original ist, soweit Sie es wissen.
Wie verkaufen Sie eine Royal Oak über ein Händlernetzwerk?
Weil die Royal Oak so verbreitet ist, kennen viele Händler sie genau; ihre Gebote liegen je nach Kundschaft und Lager trotzdem oft auseinander. Bei Uhrenkontor geben über 25 Partnerhändler in der Schweiz ein Gebot ab, Sie erhalten das beste Gebot an Werktagen innerhalb von 12 Stunden als verbindliches Angebot. Die Übergabe findet persönlich in der Schweiz oder in Liechtenstein statt. Die Anfrage starten Sie im Verkaufsformular. Andere Verkaufswege vergleicht der Ratgeber Händler, Chrono24, Auktion oder privat.
Quellen: Audemars Piguet, AP Chronicles zu Modell 5402, Jumbo-Modellen, Referenzsystem, Nummerierung, Tapisserie, Band und Offshore; Produktseiten mit Garantiehinweis zu 16202, 15510, 15500, 15400, 15550, 26331 und 26240; abgerufen am 4. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen der Royal Oak 15202 und der 16202?
Der wichtigste Unterschied ist das Werk. Die 15202 trägt das Kaliber 2121 der ersten Royal Oak und wurde von 2000 bis 2021 gebaut. Die 16202 folgte 2022 mit dem Kaliber 7121: mit 3,2 mm fast ebenso flach, aber mit 28'800 statt 19'800 Halbschwingungen pro Stunde und mit Datumsschnellkorrektur. Beide messen 39 mm.
Wo finde ich die Referenz meiner Royal Oak?
Auf der Garantiekarte oder dem Kaufbeleg, meist im Format 15510ST.OO.1320ST.06. Die Ziffern am Anfang bezeichnen das Modell, die zwei Buchstaben danach das Gehäusematerial; es folgen Ausführung, Band und Zifferblatt. Fehlen die Unterlagen, bestimmen die Händler die Referenz anhand von Fotos, Gravuren und Zifferblatt.
Was bedeuten «Petite Tapisserie» und «Grande Tapisserie»?
Es sind die beiden Hauptmuster des guillochierten Royal-Oak-Zifferblatts. Die «Petite Tapisserie» mit kleinen Pyramiden stammt von 1972 und prägt heute die Jumbo-Modelle. Die «Grande Tapisserie» mit grösseren Pyramiden kam 1999 dazu, etwa auf der 15400, 15500 und 15510. Das Muster hilft, die Generation einer Uhr zu erkennen.
Was ist eine Royal Oak der A-Serie?
Eine frühe 5402ST, deren kleine Nummer auf dem Boden mit A beginnt. Laut Audemars Piguet wurden davon 1'937 Stahluhren verkauft, gefolgt von den Serien B, C und D. Massgebend ist diese Nummer aussen auf dem Boden, nicht die grosse Gehäusenummer im Innern. Wann eine Uhr verkauft wurde, steht in den Registern von Audemars Piguet.
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